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BSV92 - News

13.03.2016

Potsdamer SU 2 vs. BSV 92 2 1:2 (0:0)


Die letzte Chance

 

In den letzten vier Jahren hat ein Sieg während der regulären Spielzeit gereicht, um die Liga erfolgreich zu halten. Zufriedenstellend oder nicht, diese Saison war es anders. Die ersten Spiele dieser Spielzeit waren alles andere als sehenswert. Sei es mangelnde Einstellung, unregelmäßige Trainingsbeteiligung oder eine stückweite Überheblichkeit angesichts recht erfolgreicher Trainingsleistung, Fakt waren katastrophale Ergebnisse in der 1. Verbandsliga. An der Anzahl oder Qualität der Spieler konnte es nicht liegen, wir waren so gut und zahlreich aufgestellt, wie selten zuvor. Erst ganz zum Ende der Saison stellte sich die so sehnlich erwartete Leistungssteigerung ein. Endlich wurde zusammengespielt, die Defensiv-Arbeit klappte wieder wie gewohnt und die Einstellung passte. Nur leider fehlte die Belohnung. So mussten wir ins Relegationsspiel um den Verbleib in der ersten Verbandsliga.

 

Obwohl die Regionalligasaison bereits zu Ende war und man meinen könnte, dass angesichts einiger Überlegung doch freiwillig abzusteigen, die Luft vor allem im Training raus wäre, lief es genau anders. Die Trainingsbeteiligung stieg an, die Intensität und Konzentration ebenso. So gewappnet trafen wir uns am Samstag in unserem dritten Wohnzimmer am Köllner Damm. Fast voll besetzt, waren wir uns schnell einig darüber, dass es hier und heute nicht darum ging den Abstieg zu verhindern, sondern einzig und allein darum endlich wieder mal ein Spiel gewinnen zu wollen.

 

Und genau so begann das Spiel. Konzentriertes Passspiel, durchdachte und geduldige Aufbauarbeit brachten schnell den gewünschten Erfolg. Nur nach wenigen Minuten standen einige gute Tormöglichkeiten auf unserer Habenseite. Auch die Abwehrarbeit stimmte. Alle waren hellwach und fokussiert, den Ball von Janek fernzuhalten. Sollte der Ball doch einmal durchrutschten war dieser aber voll auf dem Posten und entschärfte die Situation. Dieser Anblick bot sich unserem Interimscoach Lars und den zahlreich angereisten Fans bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Sei es die mangelnde Kraft oder der Frust über die ausbleibende Belohnung durch ein hoch verdientes Tor, die Konzentration ließ nach und die Fehlerquote stieg in allen Bereichen. Glücklicherweise verhinderte der Halbzeitpfiff, dass es zu einem Gegentor kommen konnte.

 

Nach kurzer und konstruktiver Halbzeit- Ansprache ging es weiter. Die Konzentration war wieder da, nur fehlte es etwas an Laufbereitschaft in der Offensive. Der Gegner stand nun tiefer und erschwerte uns damit das Leben. Irgendwann zahlte sich die Geduld dann doch aus und wir bekamen die erste Strafecke zugesprochen. Michael trat mit gestärktem Selbstvertrauen an und versengte den Ball humorlos rechts oben in den Maschen des Potsdamer Tors.

 

Leider gelang es nicht, die Führung auszubauen und für mehr Ruhe zu sorgen. So kamen die Gegner dann plötzlich zum Ausgleich. Aus einer unübersichtlichen Situation schoss ein Potsdamer aufs Tor und überwand den bis dahin fehlerlosen Janek überraschend. Doch keiner aus der Storchenfamilie ließ in dieser Situation den Kopf hängen. Die Fans auf der Tribüne feuerten uns Spieler an und mit dem Selbstvertrauen in die eigene Stärke, kämpften wir weiter für den ersten Saisonsieg.

 

Nicht aber einer unser immer wieder gut heraus gespielten Angriffe brachte uns das erneute Führungstor, sondern der „Ungehorsam“ von Jan- Malte, der direkt vor dem gegnerischen Tor- entgegen jeder Anweisung seines Trainers - die Rückhand legte. Der Potsdamer Spieler rannte dort hinein und der Ball prallte direkt von dort ins Tor. Die daraufhin fälligen Straf-Liegestütze absolvierte er ohne Aufforderung direkt nach dem Spiel noch auf dem Spielfeld.

 

Nun wurde es noch einmal spannend. Zirka acht Minuten waren es noch zu spielen. Potsdam erhöhte den Druck und nahm auch noch kurz vor Schluss den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers hinaus. Doch heute wollte keiner von uns den Sieg aus der Hand geben. Mit der letzten Kraft und Konzentration konnten wir die bis zum Schluss immer fairen Potsdamer Spieler von unserem Tor fernhalten und den ersten Sieg nach Hause bringen, eine großartige Mannschaftsleistung sei Dank.

 

Dank sei auch an all die vielen tollen Mitglieder der Storchenfamilie gesagt, die nicht nur an diesem letzten Spieltag, sondern die gesamte Hallensaison hindurch für eine super Kulisse und wahnsinnige Unterstützung gesorgt haben. Es ist etwas ganz besonderes hiervon ein Teil sein zu können.

 

Bis in einem Monat, wenn es dann wieder auf dem Feld und in der Oberliga heißt: Auf geht´s BSV !!!