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BSV92 - News

07.12.2015

Potsdamer SU I vs. BSV 92 I 8:6 (7:2)


Die Formkurve des BSV aus Wilmersdorf zeigte in den letzten beiden Spielen deutlich nach oben. Diesen Trend wollten wir natürlich fortsetzen und gingen hoffnungsvoll ins Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Potsdam. Die Gastgeber waren ihrerseits durchwachsen in die Saison gestartet, zwei Siege und zwei Niederlagen standen vor dem Spiel für den Tabellen-Vierten zu Buche. Doch Carsten warnte vor Spielbeginn eindringlich, dass nur eine Top-Leistung und 100% Einsatz den Sieg bringen würde. Leider lief v.a. der Beginn des Spiels, im Grunde gar die gesamte erste Halbzeit so miserabel, wie wir und die mitgereisten BSV-Anhänger es lange nicht erlebt hatten.

Bereits nach einer Minute gelangt ein langer Ball über rechts nach vorne zum PSU-Stürmer. Von Friedel in die rechte Kreisecke gedrängt bedient der irgendwie noch einen mitgelaufenen Kollegen in der Kreismitte, der ins leere Tor einschieben muss. Die Vorbereitung für den unmittelbar folgenden Gegentreffer besorgt dann die rechte Bande, von der der Ball über Thommys Schläger springt. So kann der eigentlich gedeckte Stürmer den Ball mit viel Platz annehmen, in die Mitte passen und der Mittelsturm auf 2:0 erhöhen (2. Min.). Der BSV zeigt sich verunsichert, doch immerhin gelingt nun mal ein eigener Treffer. Nach Druck und Ballgewinn auf der linken Seite findet ein schneller Kurzpass von Felle Lars, der mit schneller Ballverarbeitung wiederum so hart in den Kreis anspielt, dass ein Vorhand-Stecher von Jan genau ins linke obere Toreck dem Keeper keine Chance lässt, 1:2 (4.). In der Folge dann zu viele ungenaue Zuspiele in die Spitze und ungewohnte Schwächen in der Ballverarbeitung des BSV. Hinzu kommt noch wiederholt zu ungenaues Stellungsspiel im Mittelfeld, das Potsdam wieder eiskalt ausnutzt: Eine schnelle Drehung und Pass in die Sturmspitze und Tor drei ist die Wiederholung der ersten beiden PSU-Treffer (6.). Vielleicht bringt ein Wechsel des Sturmtrios mehr Sicherheit? Zunächst scheint es so, der Ball läuft gut, nur knapp verfehlt ein Pass von Robin Benno frei im Kreis, Alec scheitert danach mit einem Schuss vom Kreisrand am Keeper. Potsdams lange, scharf gespielte Bällen in den Sturm bleiben stets gefährlich, der nächste Gegentreffer fällt jedoch nach einem eigentlich ungefährlich aussehenden Konter über links (1:4, 9.). Der BSV nun sichtlich verunsichert, Potsdam steht mit der Führung im Rücken noch tiefer im Fünfer-Würfel als zu Beginn. Auch eine Auszeit von Carsten bleibt ihre Wirkung, nach vorne geht wenig bis gar nichts und hinten kassieren wir das nächste Gegentor zum 5:1 durch eine Ecke (17.). Der Frust saß nicht nur dadurch tief, auch die Bälle der PSU-Verteidiger ins liegende Brett und durch die Gegenspieler wurden nicht unterbunden, stattdessen bekommen wir grün wegen Beschwerens. Dann jedoch eine sportliche Antwort auf die Leistung der Schiedsrichter: über die rechte Bande springt der Ball ausnahmsweise mal nicht hoch ab, Lars kontrolliert Thommys Pass, legt ab in die Mitte und der freistehende Benno hämmert den Ball flach vom Kreisrand durch die Schienen, 2:5 (19.). Die nächste Schusschance von Jan vereitelt der Keeper mit ausgestrecktem Handschuh, klasse Sololzocking von Lars und der Heber streicht nur knapp am linken Pfosten vorbei (22.) - es sieht mittlerweile so aus, als fände der BSV zurück ins Spiel. Ergo: Auszeit PSU. Danach finden wir nicht mehr wirklich gefährlich nach vorne, PSU hat wenig Probleme mit unseren Angriffen und bekommt selbst saubere Ballverluste für sich gepfiffen, wir stattdessen grün auf der Bank. Fast folgerichtig (könnte man meinen) fallen dann noch zwei Tore für den Gastgeber (28. und 30.).

Die Halbzeit-Ansprache gerät relativ einfach für Carsten. So ziemlich alles anders machen als in Durchgang eins. Und wieder die Erinnerung: Nur 100% Einsatz können hier noch die Wende bringen. Gesagt, getan. Der BSV setzt Potsdam gleich nach Wiederanpfiff gehörig unter Druck und bekommt eine Ecke zugesprochen, die Thommy unhaltbar zum 3:7 einnetzt (32.). Und weiter Druck, diesmal erobern wir den Ball vom linken Verteidiger, Pass in die Mitte und Lars kann im zweiten Anlauf den Ball versenken, 4:7 (36.). Kurz darauf sogar das 5:7, Jan bezwingt den Keeper aus kurzer Distanz. Erst eine strenge Zwei-Minuten-Strafe gegen Thommy bremst die Störche etwas. Doch kaum ist unser Kapitän zurück auf dem Platz führt eine schöne Kombination über selbigen, Alec, Robin und schließlich Benno zum umjubelten 6:7-Anschlusstreffer (45.). Gute Chancen des BSV reihen sich jetzt aneinander, doch der Ausgleich will trotz Dauerpressing einfach nicht fallen. Mit zunehmender Spieldauer wird das kräftezehrende Spiel des BSV ungenauer, Potsdam verlegt sich mit Dreier-Abwehr und tief stehendem zweiten Stürmer nun endgültig auf lange Bälle und Konterspiel. Und die Männer in grün bleiben ihrer Linie zusätzlich treu…. Nach klasse Pass von Thommy wird Markus beim Schussversuch im Kreis vom Verteidiger von hinten umgerannt, doch statt des fälligen Siebenmeters bekommt PSU einen Freischlag, Lars kurz darauf sogar wegen Beschwerens gelb. Wir werfen nun trotzdem alles nach vorne und in der BSV-Unterzahl hilft wieder die rechte Bande dabei, den Ball über Bennos Rückhandbrett zu bugsieren, dadurch kann Potsdam freistehend das entscheidende Tor zum 6:8 erzielen (58.). Die Fehlentscheidungen Nr. 28 und 29 sind dann eine Ecke für den BSV Sekunden vor Schluss, deren Ausführung weggepfiffen wird. Schluss, Ende, aus.

So frustrierend die Spielleitung auch gewesen sein mag, so schlecht war auch die Leistung der Störche in Halbzeit eins. Die starke Aufholjagd im zweiten Durchgang bestärkt uns aber, dass wir auch extrem schwer zu spielende Partien noch drehen können. So eines wird sicherlich das Nächste beim noch verlustpunktfreien Spandauer HTC werden (So., 13. Dez., 13:00). Wir hoffen auf mehr Glück hierbei und wieder auf so lautstarke Unterstützung unserer treuen Anhänger und Mitspieler von der Tribüne! Ein großes Dankeschön dafür und bis Sonntag hoffentlich! Eure Herren vom BSV 92