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BSV92 - News

15.02.2016

Z88 vs. BSV 92 I 5:4 (1:2)


Nach eher durchwachsenen Leistungen in den vergangenen Spielen wollte der BSV im Auswärtsspiel gegen, die einen Platz vor uns stehende Mannschaft von Z88 wieder zurück in die Siegerstraße finden. Es wurde jedoch aus den falschesten Gründen ein Spiel, dass wohl kein BSVer – ob auf dem Platz oder auf der Tribüne – so schnell vergessen wird.

 

Zunächst einmal Gratulation an Zehlendorf zum hart umkämpften Heimerfolg, so ein Spiel muss man erstmal drehen. Die Art und Weise allerdings, wie sich zwei Spieler Zehlendorfs heute verhalten haben, muss einfach unsportlich und erbärmlich genannt werden und ist eines eigentlich sehr sympathischen Traditions-Hockeyvereines nicht würdig. Zwei glasklare, indiskutable Tätlichkeiten blieben von den im zweiten Durchgang überforderten Schiedsrichtern ungeahndet. So konnten die Gastgeber beim Stand von 4:1 für den BSV statt in doppelter Unterzahl vollzählig weiterspielen und die Partie noch drehen, 5:4 lautete der Endstand.

 

Der BSV begann druckvoll, hatte allerdings auch zweimal Glück, dass „Zett“ gute Angriffe nicht im Tore ummünzen konnte. Nach hektischem Beginn kam dann mehr Ruhe ins BSV-Spiel und so konnte Rückkehrer Sain das 1:0 aus einer unübersichtlichen Situation erzielen. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, dennoch war es der BSV der die Führung ausbauen konnte. Nach Schlägerfoul des Keepers an Jan verwandelt Kapitän Thommy den fälligen 7-Meter sicher. Zett bleibt allerdings gefährlich und kommt wenig später zum verdienten Anschlusstreffer. Das Spiel wiegt nun hin und her, beide Teams spielen aggressives aber zu diesem Zeitpunkt noch faires Hockey. Friedel im Kasten der Wilmersdorfer hat einen guten Tag erwischt, auf der anderen Seite fehlt den Störchen mehrmals die letzte Konsequenz, um den Ball ins Tor zu bugsieren. Mit einer knappen Führung geht es für uns also in die Halbzeit.

 

Der BSV beginnt den zweiten Durchgang dann wacher und griffiger. Erst vergibt der wiedergenesene Robin eine gute Gelegenheit nach Zuspiel von Lars, dann jedoch kann Lars das 3:1 erzielen – nach cleverem Pass von, genau, Robin. Zu diesem Zeitpunkt ist die Führung des BSV verdient und ein gewisser Frust auf Seiten des Gegners durchaus verständlich. Absolut unentschuldbar ist allerdings, wenn man den Gegenspieler nach verlorenem Zweikampf und Pfiff gegen sich bespuckt. Ins Gesicht. Und den Schiedsrichter darüber anlügt. Und beide Spieler im Ergebnis die Grüne Karte sehen, statt einer Rot. Nur zur Einordnung, zu diesem Zeitpunkt sind noch gute zwanzig Minuten zu spielen.

 

Ab jetzt ist klar, dass es viele unschöne Zweikampf-Szenen geben würde und die Schiedsrichter das Spiel auch mit der tatsächlich folgenden Kartenflut nicht mehr in den Griff bekommen würden. Beide Teams spielten jetzt voll auf Sieg und schenkten sich nichts. Die Gastgeber drücken vehement, doch noch hielt der BSV seinen Kasten dicht. Und bleibt seinerseits stets gefährlich - ohne sich jedoch für einige gute Angriffe zu belohnen. Erst eine kurze Ecke, durch starken Einsatz rausgeholt von Sain, bringt das nächste Tor für den BSV: Felle legt mit guter Übersicht auf Alec ab, der den Ball humorlos in die Maschen setzt. Doch Sicherheit gibt das Tor den Störchen nicht, im Gegenteil, schon kurz darauf stellt Zett den alten Abstand wieder her, 2:4. Kurz darauf dann folgt die nächste übersehene Rote-Karte-Aktion von Zehlendorf: Nach einem Schubser von Jan holt der am Boden liegende gefoulte Spieler aus und schlägt mit Wucht aufs Jans Knie. Wieder steht ein Schiedsrichter direkt daneben, auch über diese Aktion gibt es schlicht keine zwei Meinungen. Auch die Ausrede „Sry, ich hab Dich nicht gesehen“ zieht hier eher wenig. Wieder darf der Spieler also auf dem Platz verbleiben und werden beide(!) Spieler ermahnt. Statt also die letzten ca. 15 Minuten 5 vs 3 und 4:2 führend spielen wir in der Folge nach Gelb für Benno selbst in Unterzahl. Auch Keeper Friedel kriegt nach Meckern Gelb, Z88 erzielt den 3:4 Anschlusstreffer durch die anschließende Ecke. Nun nehmen die Gäste, um eine doppelte Überzahl herzustellen, ihren Torwart heraus und kommen zum Ausgleich, 4:4. Das Spiel ist nun eigentlich keines mehr im eigentlichen Sinne, auch die Zuschauer beschimpfen uns jetzt fröhlich mit und fordern Karten für den BSV. Eine hatten die Schiedsrichter tatsächlich noch parat, für einen BSV-Rempler im eigenen Kreis. Die Ecke für die Gastgeber sitzt dann natürlich auch prompt, es steht 4:5 aus BSV-Sicht und die letzten Minuten rennen uns davon. Zwei, drei gute Gelegenheiten bieten sich noch zum Ausgleich, doch wie schon in der gesamten Partie fehlt es an Konsequenz und Cleverness im Schusskreis. Und dann ist Schluss. Der BSV steigert sich zwar kämpferisch im Vergleich zu den vergangenen Partien, muss aber sehr enttäuscht mit leeren Händen nach Hause gehen. Auch, weil wir allesamt im zweiten Durchgang den Kopf und durch die beschriebenen Einflüsse unsere Linie im Spiel verloren haben.

 

Wir hoffen im nächsten Spiel gegen Dresden am kommenden Samstag an die vom Einsatz her durchaus starke Leistung von heute anknüpfen zu können. Und auf aufmerksamere und durchsetzungsfähigere Schiedsrichter. Und ganz wunderbar wäre es, vom Gegner nicht bespuckt und geschlagen zu werden.

 

Vielen Dank zu guter Letzt den tollen, mitleidenden Störche-Fans am Rande, ihr seid die Besten!

 

Bis bald, Eure BSV-Hockey-Herren